klangliche Bearbeitung - Mastering

Ergebnis der vorgenannten Projektschritte ist normalerweise ein etwas "projektblinder" Künstler, und auch der Tonmensch ist nach all den Vorarbeiten nicht mehr so ganz objektiv.

Es ist deshalb eigentlich notwendig, das Mastering in einem Mastering-Studio durchführen zu lassen, welches ansonsten an der Produktion nicht beteiligt ist. Dies wird oft von den Herstellungsbetrieben der CD's angeboten, und es ist eine sehr teure Angelegenheit.

Alternativ kann man nach Abschluss der Tonbearbeitung einige Tage Pause einlegen, und dann in tagelangen Abständen immer wieder kurze Hör- und Bearbeitungssitzungen durchführen. Dies sollte möglichst in Zusammenarbeit mit unbeteiligten Personen erfolgen (indem man z.B. einmal seine Familie oder interessierte Freunde "probehören" lässt), und die Ergebnisse sollten auf mehreren Medienspielern, wie z.B. Stereoanlagen, Autoradios, MP3-Kopfhöreren u.s.w. überprüft werden.

 

Dabei erfolgt nicht nur eine ständige Klangverbesserung, sondern auch ein letztes Feilen an auffälligen Details, so dass die CD dann insgesamt schon sehr schön ausgewogen und "amtlich" klingt.

Im allerletzten Schritt erfolgt dann eine klangliche Anpassung und Einordnung in die bestehende kommerzielle, klassische u.a. Musik:

jede Art von Musik und Künstlern hat eine typische klangliche Verteilung von Bässen, Mitten und Höhen, die der Musik genretypische Merkmale wie Präsenz, Brillianz u.s.w. verleihen. Im Ergebnis wird man immer dazu neigen, seine eigene Musik in einem genretypischen Klangbild darzustellen.  Ebenfalls möglich ist es, mehrere verschiedene Genres wie Klassik, Jazz, Rock u.s.w. auf ein und derselben CD abzubilden. Dies wird aber i. d. Regel einen Kompromiss darstellen, der einerseits alle Genres klanglich bestmöglich berücksichtigt, der aber trotzdem alle Stücke in ähnlicher Lautstärke, ähnlicher Klangbildgröße und ähnlicher Höhen-/Tiefenverteilung u.s.w. darstellt.